Barry Pain






(Coverbild der Erstauflage: oben)

(Coverbild der Neuauflage, 2. Auflage)


Erstauflage:
"Eliza - Ein Roman in Kurzgeschichten" von Barry Pain.
Übersetzerin: Melanie Schmidt.

Erschienen im Twentysix-Verlag (der Verlagsgruppe Random House).
Hardcover mit Schutzumschlag. Auch als eBook erhältlich.

(978-3-7407-0751-4)
€ 24,99 (D)
132 Seiten




Verbesserte Neuauflage:
140 Seiten
22,99€ (D)
ISBN: 978-3740709549



Eine Erzählung über das lustige Eheleben Elizas und ihres Gatten im 20. Jahrhundert Englands, erzählt von Barry Pain als Roman in Kurzgeschichten und erstmalig ins Deutsche übersetzt von Melanie Schmidt.

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Man könnte sagen, dass ich ein richtiges Studium meiner selbst anfertige.
Ich habe von Zeit zu Zeit die wichtigsten Ereignisse unseres Ehelebens – Eliza und mich betreffend – auf Papier fest gehalten und diese präsentiere ich Ihnen, geneigter Leser, geneigte Leserin, in diesem Büchlein.
Ich denke, diese zeigen, wie ein Mann mit sehr begrenztem Einkommen – und ohne gelegentliche Unterstützung von Elizas Mutter weiß ich nicht, wie wir bisher ausgekommen wären – in großem Maße Ehrbarkeit zu wahren, Geschmack und Ansichten zu zeigen und seine Ehefrau und sein Haus zu führen vermag.
Je mehr ich über mich nachdenke, desto mehr – das sage ich in aller Bescheidenheit – scheint die Sache sich weiterzuentwickeln. Ich würde mich selbst als vielseitig und in vielerlei Hinsicht als anders als gewöhnliche Männer bezeichnen. Nehmen wir mal, zum Beispiel, die Frage nach dem Geschmackssinn. So mancher würde es kaum für lohnenswert erachten, so eine kleine Sache wie den Geschmackssinn auch nur zu erwähnen: Doch ich tue es.
Ich bin nicht wohlhabend, aber das, was ich besitze, das besitze ich gerne zu  dekorativen Zwecken – allerdings dies nicht zu aufdringlich.
Erst neulich kam die Frage nach Gläsertüchern für die Küche auf, und obschon jene mit dem roten Rand drei Pence das Dutzend teurer waren als die schlichten, orderte ich diese ohne zu zögern. Zwar tauschte Eliza sie am nächsten Tag wieder um – gegen meinen Willen –, darüber hatten wir dann eine Auseinandersetzung, aber das ist nicht der Punkt.
Der eigentliche Punkt ist der, dass, wenn Ihr Sinn für Geschmack in Angelegenheiten wie Gläsertüchern auftaucht, wird er ebenso in Sesselauflagen für den Salon und höher stehenden Dingen auftauchen.




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Copyright des Coverfotos (Gemälde): Werner Breidenbach












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